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Eugen Jochum

Hg.: Eugen-Jochum-Gesellschaft e.V.

288 S. / EUR 38,00 / ISBN 3-89857-185-8

Plöger Medien GmbH, Annweiler, 2005

Zum Geleit:

In unserer Zeit gibt es viele Jubiläen. Oft geben dazu runde Zahlen den nötigen Impuls. Ereignisse oder Personen werden dann aus der Vergangenheit hervorgeholt und in die Gegenwart gestellt. Wenn eine Person im Mittelpunkt der Betrachtung steht, fragt man sich, was ein längst Verstorbener uns Lebenden heute noch zu sagen hat. Es stellt sich auch die Frage, ob es im geistig-seelischen Bereich »Wellenlängen «gibt, die über den Tod hinaus, Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges miteinander verbinden können. Wenn man in der Menschheitsgeschichte zurückblickt, sind es Zeugnisse der Kulturen, die Jahrhunderte überdauern und uns auch heute noch ihre Werte vermitteln können. Kaum jemand zweifelt daran, dass die Beschäftigung mit der Geschichte den Horizont erweitert und erst dazu befähigt, Entscheidungen für die Zukunft mit nachhaltiger Wirkung zu fällen. All denen, die in der Auseinandersetzung mit der Geschichte einen unnötigen Zeitvertreib sehen, sei folgender Satz von Alfred Baumgarten in Erinnerung gebracht: »Je primitiver der Mensch ist, umso weniger ist sein Trachten auf Vergangenheit und Zukunft gerichtet, weil er in der Gegenwart lebt und in ihr sein Genügen findet «. Diese Grundgedanken sind es, die danach drängen, sich mit dem Leben und Wirken des großen Dirigenten Eugen Jochum zu befassen.

Dabei kommt es darauf an, das »Zeitlose« in seinem Leben aufleuchten und das »Ewige« durchtönen, also »personare« zu lassen. Damit ist im tieferen Sinn das Wesen einer Persönlichkeit, von dem »Durchtönten«, umschrieben.

Reinald Scheule