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Berlin, Rosenstraße 2-4

Protest in der NS-Diktatur

Hg.: Antonia Leugers

264 Seiten/ Euro 19,80 / ISBN 978-3-89857-187-4

EDITION MOOSHAUSEN, Plöger Medien GmbH, Annweiler

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Nach der Großrazzia in Berlin vom 27 Februar 1943 („Fabrikaktion“) werden die jüdischen Partner aus sogenannten „Mischehen“ in das Sammellager Rosenstraße 3.4 gebracht. Die Angehörigen, in der Mehrzahl Frauen befürchten die Deportation aller Lagerinsassen und reagieren mit einem ungewöhnlichen Schritt: Tagelang protestieren sie öffentlich und gewaltlos in der Rosenstraße. Am 6. März werden die Gefangenen überraschend entlassen. Haben die Frauen das brutale NS-Regime zum Nachgeben gezwungen oder sollten die Insassen nie deportiert werden?

Im kleinen Historikerstreit der seit geraumer Zeit um diese Frage kreist, dürfte der vorliegende Band zur unverzichtbaren Lektüre werden. Erstmals werden fundierte neue Forschungsergebnisse und kommentierte bislang unbekannte zeitnahe Dokumente zum Rosenstraßenprotest präsentiert.

Inhalt

 

Pascal Prause

Juden in „Mischehen“ und „jüdische Mischlinge“ als Opfer der „Fabrikaktion“ –
zur Notwendigkeit einer Re-Interpretation der Ereignisgeschichte

Antonia Leugers

Der Protest in der Rosenstraße 1943 und die Kirchen

Jana Leichsenring

Wurde der Protest in der Rosenstraße Ende Februar/ Anfang März organisiert?

Joachim Neander

Die Auschwitz-Rückkehrer vom 21. März 1943

Nathan Stollfus

Heikle Enthüllungen: Gerhard Lehfelds Berichte an Kirchenführer beider Konfessionen über den Massenmord an den Juden Europas

Joachim Neander

Die Rosenstraße von außen gesehen – Wechsel der Perspektiven


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