Wort zum Sonntag – Ostern, 12. April 2020


Wenn die Kanzlerin sagt „Wir alle werden eine ganz andere Osterzeit erleben als je zuvor“, – in der Tat – aber im Gebet und den spirituellen Aktionen bleiben wir uns verbunden, Ostern fällt für uns so dennoch niemals aus. Zwar gibt es schmerzlicher Weise keine öffentlichen Liturgien – höchsten allenfalls über die digitalen Medien vermittelt, aber in unseren eigenen Herzen, in unserem Alltag, in unserem Leben, in den Familien und Häusern – da ereignet sich OSTERN!

Da ist das Wort von Karl Rahner: „Weil sein Grab leer ist, darum wissen wir: Es hat alles schon wirklich begonnen, gut zu werden.“ Ostern hat schon längst angefangen, und wenn auf den Fotos zu den medialen Hausgebeten immer wieder eine Bibel und darauf ein schlichtes Holzkreuz zu sehen ist, dann erinnert mich das – auch wenn wir alle Ostern wohl so ganz anders feiern – zutiefst an diese österliche Botschaft der Zuversicht: Der Gekreuzigte ist der Auferstandene, Jesus lebt, Gottes Liebe ist wirklich stärker als der Tod.
Da bricht sich die Zusage des Auferstandenen Bahn: Er geht euch voraus nach Galiläa. (Mk 16,7).

Markus meint mit Galiläa nicht allein die gemischte Bevölkerung jenes Landstrichs westlich vom See Genezareth, sondern die Welt aus Juden und Heiden überhaupt. Und es erhebt sich die Frage, was ist unser Galiläa, mein Galiläa heute?

Wie sehr wünschen sich das viele in diesen Tagen der Krise, dass alles (bald) wieder gut wird. Auf unserem diesjährigen Osterbild mit dem Titel „Licht durchströmt die dunkle Welt“ von der Künstlerin Christel Holl, da sehen wir auf der Erde das Dunkel, eine Schar von Menschen die zu einem Haus, einer Kirche unterwegs ist und zieht, und das sich immer mehr ausbreitende Licht vom Himmel her. Dazu in den Gebetsworten des Ostersegens: „Du Gott des Lichtes und des Lebens strahle leuchtend über uns auf.“

Dieses Bild animiert mich, jetzt gerade neu und auf besondere Weise im Glauben mit der Kirchengemeinde, mit mir bekannten und verwandten Menschen auf dem Weg zu sein, sich zu vernetzen, und zu verbinden auf je neue Weise gerade auch im Glauben. Und diese österliche Zuversicht im eigenen Herzen groß werden zu lassen, in den uns Anvertrauten.

So ist mein Wunsch aus unserem Osterbild-Ostersegen, diese Hoffnung und dieses dortige Gebet:

„Er lasse uns aufstehen,

wenn Leid unser Leben lähmt.

Er lasse uns seine Stimme hören,

wenn er ruft:

Ich will, dass du lebst.“

 

Pfarrer Karl Erzberger, St. Martin Leutkirch


Ein Link auf unsere Homepage St. Martin in Leutkirch:

Wir feiern Ostern – daheim.miteinander.füreinander.

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Darunter auch: Gebete/Gottesdienste; Kinder/Familien; Leutekirche; Ostern; Sonntagsgedanken;

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